Ich habe gerade in einem Post (http://www.fastcoexist.com/1681455/quantifying-the-economic-value-of-trees-to-cities) gelesen, dass es möglich ist, den Wert von Bäumen finanziell zu berechnen. Den Ansatz finde ich interessent; es muss eigentlich nicht unbedingt Geld als Werteinheit an, aber nun ja, bietet sich sozusagen an.
Das bringt mich auf wieder auf den Gedanken, dass es eigentlich Sinn machen würde, eine Einheit wie "Ressourcenverbrauch" oder "Ökologischer Fussabdruck" zu etablieren. Ich meine, alles, was man nutzt, macht, verbraucht hinterlässt in der Umwelt spuren. Jede Entscheidung die man trifft, hat ökologische Konsequenzen. Ernähre ich mich z.B. vegetarisch oder nicht, welche Kleidung trage ich, wie bin ich unterwegs etc. Und damit meine ich nicht die Binsenweisheiten wie "...ich nutze nur Ökostrom, Biodiesel und kaufe beim Ökomarkt meines Vertrauens..." Eine Biomango ist vielleicht ökologisch bedenklicher als der (eventuell) konventionell erzeugte Apfel des Obstbauern um die Ecke. Ein altes Auto zu fahren bis es auseinanderfällt ist trotz schlechter Abgaswerte vielleicht ökologischer als ein neues zu kaufen. Strom aus erneuerbaren Energien ist nicht für umsonst zu haben, sondern verschlingt viel Energie in der Herstellung (Solarzellen) oder generiert Folgeschäden in der Natur (Windenergie). Und manchmal (oft???) ist Konsumvermeidung die beste, weil letztendlich nachhaltigste Option?!
Ich will eins klar sagen: Natürlich macht Ökologie und Nachhaltigkeit Sinn. Ich will die erneuerbaren Energien nicht schlechtreden. Aber es wäre gut, deutlich zu machen, dass (fast) jede Verhaltensentscheidung mit Verbrauchscharakter ihre Spuren in der Umwelt hinterlässt. Und es wäre schön, wenn wir diese Entscheidungen basierend auf einem Modell treffen könnten, dass uns die Konsequenzen unserer Entscheidung aufzeigt.
Aber vielleicht will diese Konsequenzen eigentlich keiner wahrhaben....
Alles das, was Verstehen bringt und erfordert. Fragen und Meinungen um Bewegendes der Zeit, des Tages, des Kopfes und des Bauches.
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Mittwoch, 3. April 2013
Donnerstag, 14. März 2013
Männlichkeit / Weiblichkeit...?
Ich habe eben ein Post auf Karmakonsum mit dem Titel "Weltfrauentag: Die Wirtschaft muss weiblicher werden!" gelesen und konnte mich folgenden Kommentares nicht enthalten:
"Ich hätte einen Vorschlag: Sich vielleicht von den alten Gender-Vorurteilen zu lösen...
Ich kenne hinreichend Männer mit einer tendenziell wei(bli)chen Seite, die durchaus nachhaltige Unternehmen gründen und führen wie Frauen, denen egal ist, wie hoch ihr Carbon Footprint ist, Hauptsache sie haben ein bequemes Leben. Und ich glaube, darin liegt eins der Probleme: Andersartigkeit zu betonen heißt sie zu verstärken. Warum sagen wir nicht, dass die Wirtschaft insgesamt nachhaltiger geführt werden muss?
Im Übrigen sind viele der so rücksichtslos führenden Männer in den Wirtschaftsetagen von narzißtischen Frauen zusammen mit abwesenden Vätern groß gezogen und zu dem gemacht worden, was sie sind - eine Gemeinschaftstat beider Elternteile also.
Vielleicht wäre es gut, auf andere Begriffe als "Männlichkeit" und "Weiblichkeit" auszuweichen, um nicht (un)absichtlichen Missverständnissen Raum zu geben."
Ich finde, wir leben doch in einer postmaterialistischen Gesellschaft (oder vielleicht realistischer: Wir wären gerne auf dem Weg dahin); aber ich glaube das funktioniert doch erst, wenn alle Schranken und Vorurteile überwunden sind? Ich rede nicht von Gleichmacherei oder Urkommunismus; aber solange ich "Mann", "Frau", "Jude", "Rechter", "Neger" oder was auch immer sage und damit (und da fasse sich jede(r) an die eigene Nase) mindestens unbewusst eine Wertung verbinde, geht das Spiel schon los. Interessant dazu ist auch folgendes Statement, was ich voll und ganz unterschreibe. Schade, dass wir noch nicht so weit sind.
"Ich hätte einen Vorschlag: Sich vielleicht von den alten Gender-Vorurteilen zu lösen...
Ich kenne hinreichend Männer mit einer tendenziell wei(bli)chen Seite, die durchaus nachhaltige Unternehmen gründen und führen wie Frauen, denen egal ist, wie hoch ihr Carbon Footprint ist, Hauptsache sie haben ein bequemes Leben. Und ich glaube, darin liegt eins der Probleme: Andersartigkeit zu betonen heißt sie zu verstärken. Warum sagen wir nicht, dass die Wirtschaft insgesamt nachhaltiger geführt werden muss?
Im Übrigen sind viele der so rücksichtslos führenden Männer in den Wirtschaftsetagen von narzißtischen Frauen zusammen mit abwesenden Vätern groß gezogen und zu dem gemacht worden, was sie sind - eine Gemeinschaftstat beider Elternteile also.
Vielleicht wäre es gut, auf andere Begriffe als "Männlichkeit" und "Weiblichkeit" auszuweichen, um nicht (un)absichtlichen Missverständnissen Raum zu geben."
Ich finde, wir leben doch in einer postmaterialistischen Gesellschaft (oder vielleicht realistischer: Wir wären gerne auf dem Weg dahin); aber ich glaube das funktioniert doch erst, wenn alle Schranken und Vorurteile überwunden sind? Ich rede nicht von Gleichmacherei oder Urkommunismus; aber solange ich "Mann", "Frau", "Jude", "Rechter", "Neger" oder was auch immer sage und damit (und da fasse sich jede(r) an die eigene Nase) mindestens unbewusst eine Wertung verbinde, geht das Spiel schon los. Interessant dazu ist auch folgendes Statement, was ich voll und ganz unterschreibe. Schade, dass wir noch nicht so weit sind.
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